Familienpolitik
Eltern sollen selber entscheiden können, wie sie Erwerbs- und Familienarbeit untereinander aufteilen wollen. Dazu braucht es genügend (für alle bezahlbare) Betreuungsplätze in Kindertagesstätten und Tagesfamilien.
Doch ein paar zusätzliche Kita-Plätze machen noch keine Familienpolitik. Jede Mutter, jeder Vater weiss, dass Familien auch Unterstützung benötigen, wenn die Kinder aus dem Kita-Alter hinausgewachsen sind. Dazu gehören zum Beispiel Tagesschulen, fägige Spielplätze, Freizeit- und Beratungsangebote. Diese Angebote kosten zweifellos Geld. Doch Kinder zu haben ist auch nicht gratis – Eltern erbringen grosse finanzielle und soziale Leistungen für die Gesellschaft.
Klima und Energie
Die nicht erneuerbaren Energieträger (Öl, Kohle, Gas) gehen irgendwann zur Neige. Deshalb müssen wir mit ihnen sorgfältiger umgehen. Das heisst, die bisherigen Energieträger effizienter zu nutzen und stärker auf erneuerbare Energien (Sonnen- und Windenergie, Geothermie) zu setzen. Um den Klimawandel weniger anzuheizen, müssen die CO2-Emissionen in der Schweiz bis 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden.
Die Kernkraft scheint eine «saubere» Stromproduktion zu bieten, weil sie kein CO2 produziert. Doch Atomkraftwerke sind nicht nur im Betrieb riskant. Sie produzieren auch radioaktiven Müll, der über Hunderte von Jahren gefährlich bleibt. Ein neues Atomkraftwerk in Mühleberg ist für mich deshalb keine Option.
Natur
Wenn wir gefährdete Tiere und Pflanzen weiterhin ignorieren, verschwinden sie. Wir müssen der Natur mehr Raum geben – im Bauernland, im Wald und in den Siedlungen. Eine überlegte Raumplanung soll die Zersiedlung der Landschaft stoppen. Das Parlament der Gemeinde Köniz hat im Herbst 2008 die SP-Motion “Begrenzung der Bauzonenflächen auf dem aktuellen Stand” überwiesen. Damit darf in der anstehenden Ortsplanungsrevision die Fläche der Bauzone nicht wachsen. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Mobilität
Der öffentliche Verkehr bietet Mobilität für alle, ohne die Umwelt übermässig zu belasten. Mit dem geplanten Tram nach Schliern, welches die Linie des 10er Bus ersetzen soll und der Verlängerung des 9er Trams nach Kleinwabern, steht für die Gemeinde Köniz ein Quantensprung bevor. Hier gilt es unter sorgfältigem Beibezug der Bevölkerung die beste Lösung zu finden.