Trump und das Tram

Ich lache gerne. Und für einen witzigen Spruch oder eine freche Aktion bin ich jederzeit zu haben. Die lustigsten Momente ergeben sich meist spontan aus einer Situation heraus, so geschehen kürzlich an einem der Küchentischtreffen. Ein mir bis anhin unbekannter Herr mit englischem Akzent fragte mich: «Was hältst du von Trump?»

Ganz ausgewogen und diplomatisch begründete ich, dass dies nicht meine politische Wellenlänge sei. Der Herr widersprach klar – er sehe das als etwas sehr Wichtiges. Ich zögerte, war mir nicht ganz sicher, was er damit meinte, und erzählte nun von persönlichen Erfahrungen in den USA und betonte die grossen Schwierigkeiten, die nun auf uns zukämen. Nach einigem Hin und Her und wachsendem beidseitigem Unbehagen fragte ich nochmals nach, was denn seine Frage gewesen sei. «Was hältst du vom Tram?» habe er gefragt. Wie haben wir beide herzhaft gelacht ob diesem Missverständnis!

Humor hat in meinen Augen durchaus auch Platz in der Politik. In den politischen Debatten fällt manchmal auch der eine oder andere lustige Spruch, worüber wir dann alle herzhaft lachen. Allerdings darf dieser Humor nicht auf Kosten anderer Menschen gehen. Hart an diese Grenze begab sich aus meiner Sicht das Inserat in der letzten Könizer Zeitung, wo – täuschend echt – die Stelle für den neuen Gemeindepräsidenten oder die neue Gemeindepräsidentin ausgeschrieben war. Dass der angegebene Link dann nicht funktionierte, mag da nicht mehr sonderlich überraschen.

Wenn die SP die zugegebenermassen respektable Summe von mehr als 2000 Franken in ein Inserat investiert, ist es uns wichtig, dass Inhalte geliefert werden, sprich, dass die Lesenden mehr über unsere Politik und unsere Vorstellungen für Köniz erfahren können. Meine in derselben Ausgabe der Könizer Zeitung erschienen Inhalte finden Sie hier: www.berlinger-staub.ch.