Xund oder der Tag vor der Entscheidung

Was tut eine Kandidatin am Tag vor der Entscheidung? 10 Monate lang hat sich alles um die Wahlkampagne gedreht. Und nun plötzlich: Stille.

Im Schulmuseum sei eine interessante Ausstellung über Schule und Gesundheit hat mir eine gute Freundin nach einer Sitzung gesagt. Das hat meine Neugierde geweckt. Ich nehme es gerne vorweg: Die Ausstellung ist klein, aber fein. Und vor allem informativ:

Ab 1835 mussten alle Kinder im Kanton Bern zur Schule gehen. Wobei dies sehr umstritten war. Einerseits fehlten den Eltern die Kinder als Arbeitskräfte, andererseits waren viele der Meinung, Schule mache krank: Rückenverkrümmungen als Folge vom langen Sitzen und Sehschwächen wegen des Lesens befürchteten die Menschen.
Weil bis ungefähr 1950 Kinder aus armen Verhältnissen oft unterernährt waren, erhielten sie in der Schule kostenlose Mahlzeiten, sogenannte Schülerspeisungen. In Jahren mit reicher Obsternte, wurden auch Äpfel gratis abgegeben, woraus sich der noch immer viel gepriesene Pausenapfel entwickelte.

Überrascht war ich, dass Turnen erst seit 1972 in der Schule für alle Schulkinder obligatorisch ist. Da erscheint es doch gleich in einem ganz anderen Licht, dass es den freiwilligen Schulsport in Köniz seit 1971 gibt und dass Köniz eine der ersten Gemeinden war, die diesen finanziell unterstützen. Erfreut stellte ich fest, dass auch hier Köniz mit Mut und Weitblick agierte.

Mut und Weitblick sollen Köniz auch in Zukunft prägen. Dazu will ich als Politikerin und als Einwohnerin meinen Beitrag leisten. Denn ich bin überzeugt: Köniz kann mehr!