AHV x 13 – jetzt unterschreiben!

Letzte Woche erreichte mich eine E-Mail vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund: Der Initiative für eine 13. AHV-Rente fehlen noch 1537 Unterschriften. Natürlich hätte ich diesen Blogbeitrag schon viel früher schreiben wollen respektive sollen. Nun wird daraus ein Aufruf, zu diesen letzten Unterschriften beizutragen.

Die Idee der Initiative «13 x AHV» ist bestechend einfach: Bezügerinnen und Bezüger einer Altersrente haben Anspruch auf einen jährlichen Zuschlag in der Höhe eines Zwölftels ihrer jährlichen Rente. Wie im Berufsleben soll es also «einen Dreizehnten» geben. Das entspricht einer Erhöhung der AHV-Rente um 8,33 Prozent, was durchaus gerechtfertigt ist, denn die letzte grössere AHV-Rentenerhöhung erfolgte vor fast 50 Jahren. Man denke da nur an die gestiegenen Krankenkassenprämien und die Mieten.

Gerade für die Frauen ist diese Initiative besonders wichtig. Die AHV-Rente ist die erste Säule in unserem Drei-Säulen-System. Für mehr als ein Viertel aller Frauen ist sie auch die einzige Säule, denn sie erhalten weder eine Rente aus der zweiten noch können sie eine Leistung aus der dritten Säule beziehen (Quelle).Zudem beträgt die Rente aus der zweiten Säule bei vielen Frauen lediglich 500-800 Franken im Monat. Die Gründe dafür sind bekannt: Frauen arbeiten häufig in Tieflohnbranchen, werden bei den Löhnen diskriminiert und übernehmen den Hauptteil der unbezahlten Betreuungsarbeit in der Familie. Deshalb weisen die Berufslaufbahnen von Frauen Erwerbsunterbrüche und Jahre der Teilzeitarbeit auf, was sich wiederum auf die Aufstiegschancen und folglich den Lohn auswirkt.

Heute beträgt die AHV-Maximalrente Fr. 2370.-. Die Hälfte aller Personen muss aber mit weniger als Fr. 1777 monatlich auskommen. Das führt dazu, dass mehr als 200’000 Menschen im Rentenalter nicht genug zum Leben haben und Ergänzungsleistung beantragen müssen.

Wir tun gut daran, die AHV zu stärken, denn sie stellt ein Stück Geschlechtergerechtigkeit dar. Die AHV-Renten der Frauen sind fast gleich hoch sind wie diejenigen der Männer, somit anerkennt die AHV die Betreuung von Kindern und Angehören als sozial wertvolle Arbeit, die zu Rentenansprüchen führt. Eine Erhöhung der AHV-Renten kann zwar das Problem der tiefen Löhne nicht lösen, doch ist sie ein wichtiger Schritt in Richtung einer existenzsichernden Altersvorsorge für alle.

Das Argumentarium der Initiant*innen

Die Initiative unterschreiben

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