Meine Kandidatur für eine weitere Amtszeit

Das Amt als Gemeindepräsidentin von Köniz ist die interessanteste Aufgabe meiner bisherigen beruflichen Karriere. Gleichzeitig ist es die grösste Herausforderung, die ich je erlebte.

Ich bin an Lösungen interessiert. Lösungen aus einer Position in der Minderheit zu suchen ist anspruchsvoll – erfreulicherweise gelingt es mir immer wieder. Diese Momente, wenn ein Projekt noch in eine sozialdemokratische Richtung gelenkt werden kann, wenn noch auf etwas geachtet werden kann, was nicht dem bürgerlichen Mainstream entspricht – das sind die befriedigendsten Momente. Kompromisse sind manchmal grosse Errungenschaften, auch wenn dies von Aussenstehenden nicht immer so wahrgenommen wird.

Das oberste Ziel der kommenden Legislatur muss darin bestehen, die Gemeindefinanzen wieder in sichere Gewässer zu steuern. Allen ist klar, dass dazu ein Gemeinschaftswerk aller beteiligter Akteure notwendig sein wird.

Ein grosses Anliegen ist mir die innere Verdichtung. Das bedeutet nicht, dass alle urbanen Ortsteile auf Biegen und Brechen verbaut werden sollen, sondern es soll dort gebaut werden, wo die Orte gut erschlossen sind, wie dies zurzeit am Thomasweg geschieht.

Ich stehe für eine zukunftsgerichtete und umweltschonende Mobilität ein. Wir müssen die Grundlagen schaffen, dass wir heute und unter Berücksichtigung der zu erwartenden Veränderungen in der Lebensweise der Menschen auch in Zukunft Strecken mit dem richtigen Verkehrsmittel und im richtigen Tempo zurücklegen können – sei dies zu Fuss, mit dem öV oder wo nötig mit dem Auto.

Den Herausforderungen der Klimaerwärmung müssen wir uns jetzt stellen. Dazu kann die Gemeinde ihren Teil beitragen, indem sie beispielsweise bei den eigenen Gebäuden die richtige Bauweise fördert und auch Private dabei unterstützt.

Die Gewährleistung der Chancengleichheit im Bildungswesen stand schon zu meiner Zeit als Parlamentarierin auf meiner Agenda und sie tut es weiterhin. Aus meiner Sicht machen wir es uns zu einfach, wenn wir davon ausgehen, dass die preislich teuerste Variante automatisch die beste für alle sei. Viel wichtiger ist, dass das Angebot allen Zugang zur bestmöglichen Ausbildung bietet, was sowohl die Schulzeit wie auch die familienergänzende Kinderbetreuung beinhaltet.


Virtuelle Pressefahrt zum Wahlauftakt mit Vertreter*innen der Presse

Im Januar 2021 lud ich die Medienschaffenden zu einer virtuellen Fahrt mit dem 29er Bus ein. Von Niederwangen nach Köniz, vorbei an Projekten, die meine erste Legislatur prägten.

29er Bus: Niederwangen – Wabern
Schulhaus Ried, Niederwangen
Ausblick Weiler Ried
Blick in Richtung obere Ortsteile
Gemeindehaus

Bläuacker – innere Verdichtung, die Sinn macht

Thomasweg – etappiertes Bauen und gemeinnütziger Wohnungsbau
Swisscom – ein schwieriger Moment meiner ersten Legislatur
Hess-Strasse – 30er Zone

Blick hinauf zum Gurten – sogar mit Skilift!
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Zündhölzli – Pilotprojekt Ganztagesschule
Richtung Kleinwabern – Verlängerung Nüni-Tram


Online-Treffen mit Wählerinnen und Wählern

Der persönliche Kontakt ist mir wichtig. Zwischen April und Juni 2021 tauschte ich mich mit über hundert Wählerinnen und Wählern aus. Ich danke allen Organisierenden der Treffen für ihr Engagement und ihre Unterstützung.

30. März 2021
Finanzen, Kinderbetreuung, Swisscom, Wohnraum, dies einige der Themen vom ersten Online-Treffen mit Könizerinnen und Könizern. Es ist schön, wieder mit den Menschen Kontakt zu haben und ihnen meine Sicht der Dinge darlegen zu können.
Organisator: Beat Bürki, Liebefeld

1. April 2021
Online-Treffen mit zwölf interessierten, fröhlichen jungen Frauen, vorwiegend aus dem Ortsteil Köniz. Wir haben über Handball-Tore, Ghüdermänner, Mitsprache und Parteipolitik gesprochen.
Organisatorin: Annina Zanger

29. April 2021
Ich tauschte mich mit Menschen aus Wabern, genauer aus der Mohnstrasse und Umgebung aus. Virtuell natürlich. Wir sprachen über Finanzen und Steuererhöhung, Wasserversorgung sowie Parteizugehörigkeit.
Organisatorin: Therese Jungen

30. April 2021
Zum interessanten Austausch traf ich mich virtuell mit Menschen aus der Umgebung der Wabersackerstrasse im Liebefeld. Wir sprachen über den Liebefeld Park, den Verkehr und die Zukunft der Gemeinde.
Organisatorin: Vanda Descombes, Co-Fraktionspräsidentin

7. Mai 2021
Dieses virtuelle Treffen war ein Heimspiel. Wer in Schliern lebt, kennt den Kompost an der Gaselstrasse. Wenig verwunderlich, dass wir uns zuerst darüber austauschten. Doch dabei blieb es natürlich nicht. Wir waren uns darüber einig, dass vieles von den Menschen eines Quartiers abhängt, die Gemeinde dann jedoch unterstützend mithelfen kann, dass aus guten Ideen auch gute, bleibende Projekte werden.
Organisatorin: Lilian Pätzold

20. Mai 2021
Die Gesprächsteilnehmenden dieses Online-Treffens kamen aus Köniz, Liebefeld und Wabern. Im Austausch mit den Menschen stelle ich immer wieder fest, dass wir unsere Gemeinde aus ganz unterschiedlichen Perspektiven wahrnehmen. Umso wichtiger, dass wir miteinander reden.
Organisatorin: Claudia Cepeda, Co-Fraktionspräsidentin

21. Mai 2021
Wir sprechen oft von ländlichen und urbanen Ortsteilen und denken dabei beispielsweise an Mittelhäusern (ländlich) oder Liebefeld (urban). Niederwangen entspricht keinem dieser «Klischees» und ist on beidem ein bisschen – und geht oft fast ein bisschen vergessen, wenn wir von der Gemeinde Köniz sprechen. Deshalb freute es mich besonders, dass die Mehrheit der Teilnehmenden in Niederwangen leben. Wir sprachen über Finanzen, Quartierarbeit und Hochhäuser.
Organisator: Matthias Stöckli, Kandidat Gemeinderat und Parlament

1. Juni 2021
Am späten Nachmittag traf ich mich nicht mit Menschen aus einem bestimmten Ortsteil oder Quartier, sondern ich tauschte mich vor allem mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus. Dabei beantwortete ich nicht nur ihre Fragen, sondern drehte den Spiess auch um und wollte von ihnen wissen, welche Unterstützung sie sich von der Gemeinde wünschten. Dabei fiel immer wieder das Stichwort «Vernetzung». Austauschmöglichkeiten in regelmässigen, aber unterschiedlichen Formaten im eher kleinen Rahmen wurden erwähnt, um die gegenseitige Unterstützung zu fördern und die Möglichkeit zu bieten, voneinander zu lernen.
Organisator: Matthias Straub-Fischer

1. Juni 2021
Das Online-Treffen am Abend des 1. Junis war Heimspiel Nr. 2, denn die Mehrheit der Teilnehmenden lebt in Schliern. Natürlich drehte sich das Gespräch anfänglich bei der Zentrumsgestaltung und wir landeten ganz rasch bei den Finanzen. Ich bin froh, dass ich im Gespräch jeweils die Gelegenheit habe, den Menschen aufzuzeigen, wie sich die Situation in Köniz präsentiert und was die Möglichkeiten und Folgen sind. Zudem kann ich im Gespräch direkt auf Fragen eingehen.
Organisator: Theo Rickenbacher, Kandidat Parlament

3. Juni 2021
Für die Online-Treffen «zoome» ich durch die Gemeinde. Das geht einfach und schnell. Der Austausch mit Menschen aus Niederwangen rückte die Distanzen wieder in die richtige Perspektive. Für sie ist Köniz oft weit weg und viele Angebote der Gemeinde sind besonders für Kinder mit dem Fahrrad fast nicht zu schaffen. Dass ich keine «Berge» versetzen kann, war uns allen klar. Doch wurde mir versichert, dass deshalb gerade kleine Gesten wie der Blumenstrauss zum Neunzigsten besonders geschätzt werden.
Organisatorin: Trix Mayer-Lienhard

8. Juni 2021
Die Gesprächsrunde am späten Nachmittag war vor allem eine Könizer Runde. Gemeint ist der Ortsteil, nicht die Gemeinde. Und schon wären wir beim Thema: Köniz (oder Schliern, Mengestorf, Liebefeld, Niederwangen…) ist nicht gleich Köniz. Die Identität mit der Gemeinde fällt ganz unterschiedlich aus. Die einen identifizieren sich mit ihrem Ortsteil, die anderen sehen eher die Gemeinde als Ganzes. Natürlich stellt dies auch für die Politik eine Herausforderung dar. In noch grösserem Zusammenhang stehen die Bedürfnisse der Klimajungend. Die Lokalpolitik kann hier mit kleinen Schritten durchaus ihren Teil dazu beitragen, wie es Köniz beispielsweise mit dem Programm Fuss-Velo-Köniz tut.
Organisatorin: Maria Keller

8. Juni 2021
Am Abend fand eine «Finanzrunde» in Niederscherli und Umgebung statt. Gerne gab ich darüber Auskunft, was die Gemeinde dem Kanton bezahlen müsse, was es bedeuten wird, falls der Kanton das Zepter übernimmt, und auch über die Befristung der Steuererhöhung. An den Online-Treffen höre ich immer wieder, dass die Gemeinde viel für die Bevölkerung tue und dass die Menschen dies schätzen. Das freut mich natürlich.
Das Treffen wartete mit einem Novum auf: Erstmals waren auch die Ortsteile Oberwangen und Thörishaus vertreten.
Organisatorin: Lydia Feller, Parlamentarierin

9. Juni 2021

Letzten Mittwoch traf ich Menschen aus dem Liebefeld, aus Köniz und Schliern zum Online-Gespräch. Wie so oft in den letzten Wochen ging es zuerst um die Finanzen. Ich bin froh um diese Fragen. «Freiwillige Leistungen» sind ein sehr abstrakter Begriff. Wenn ich aufzeigen kann, was die Gemeinde nach eigenem Ermessen finanzieren kann und wo uns Kanton und Bund den Betrag vorgeben, wird klar, warum der Handlungsspielraum (zu) klein geworden und eine Steuererhöhung unausweichlich ist, wollen wir in finanziellen Dingen unsere Eigenständigkeit bewahren. Neben den Finanzen sprachen wir u.a. auch über den öffentlichen Verkehr: Ob es wohl doch noch ein Tram geben werde (Antwort: wohl noch lange nicht), über Doppelgelenkbusse und über die Metro Nord-Süd, wofür ich mich im Unterstützungskomitee engagiere und hoffe, damit die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die engagierte und interessierte Runde bildete einen schönen Abschluss meiner Online-Treffen mit Könizerinnen und Könizern.
Organisatorinnen: Arlette Münger und Käthi von Wartburg (Parlamentarierinnen)